SCHRIFT­GRÖS­SE

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Aktu­el­les & Standpunkte

Mit­glie­der­ver­samm­lung

Alle Mit­glie­der der Lebens­hil­fe Wies­ba­den e.V. sind herz­lich ein­ge­la­den zur dies­jäh­ri­gen ordent­li­chen Mitgliederversammlung

in der Kin­der­ta­ges­stät­te Tan­dem Albert-Schweit­zer-Allee 46, 65203 Wies­ba­den-Biebrich
am Mitt­woch, 5. Okto­ber 2022, um 19:00 Uhr mit anschlie­ßen­dem Imbiss.

Der Ver­an­stal­tungs­ort ist barrierefrei.

Die voll­stän­di­gen Jah­res­ab­schlüs­se kön­nen in der Geschäfts­stel­le nach Ter­min­ver­ein­ba­rung ein­ge­se­hen werden.

Kon­takt:

Johan­na Bohr­mann
Assis­tenin der Geschäfts­lei­tung
Tele­fon: 0611 / 690 750
E‑Mail: j.bohrmann@lebenshilfe-wiesbaden.de

R + V spen­det 10.000 Euro an FRANZ- das Theater

R+V spen­det 10.000 Euro für FRANZ das Theater“

Wies­ba­den, 13. Juni 2022. Nach der erzwun­ge­nen Coro­na-Pau­se ist FRANZ das Thea­ter“ zurück auf der Büh­ne. Die R+V STIF­TUNG unter­stützt das Pro­jekt der Lebens­hil­fe Wies­ba­den mit 10.000 Euro.

Für die Schau­spie­le­rin­nen und Schau­spie­ler mit geis­ti­ger Behin­de­rung war die Pan­de­mie ein har­ter Schlag. Die gemein­sa­men Pro­ben und die Auf­merk­sam­keit des Publi­kums haben ihnen sehr gefehlt. Umso wich­ti­ger ist eine lang­fris­ti­ge Unter­stüt­zung, die dem Ensem­ble Sicher­heit und Per­spek­ti­ven bie­tet“, sagt Bri­git­te Röms­tedt, Pres­se­spre­che­rin der R+V Versicherung.

Das Wies­ba­de­ner Unter­neh­men unter­stützt die Thea­ter­grup­pe der Lebens­hil­fe Wies­ba­den seit mehr als zehn Jah­ren als Haupt­spon­sor. Auch für die aktu­el­le Pro­duk­ti­on Mein Herz so groß“ kamen 10.000 Euro von der R+V STIF­TUNG. Die FRANZ­ler nach so lan­ger Zeit end­lich wie­der auf der Büh­ne zu sehen, war ein­fach groß­ar­tig“, erzählt Röms­tedt. Sie gehö­ren in die Mit­te der Gesell­schaft und haben Applaus ver­dient.“ Die aktu­el­le Insze­nie­rung ist noch bis zum 19. Juni im Thal­haus zu sehen.

Die R+V STIF­TUNG för­dert sozia­le Pro­jek­te und Initia­ti­ven, die sich an dem genos­sen­schaft­li­chen Mot­to der Hil­fe zur Selbst­hil­fe“ ori­en­tie­ren. Die För­der­schwer­punk­te lie­gen dabei auf den Berei­chen Jugend und Bil­dung“ sowie bür­ger­schaft­li­ches Engagement“.

Von li: Lars Spi­ra, Micha­el Wendt, Han­na Bie­ne­feld, Jür­gen Vier­tel, Con­stan­ze Mer­pelt,  Hans Grze­gor­zew­ski (Geschäfts­füh­rer Lebens­hil­fe), Bri­git­te Röms­tedt (R + V), Rai­ner Neu­mann (Vor­stands­vor­sit­zen­der Lebens­hil­fe) / Foto: Paul Müller

Lebens­hil­fe ruft zu Frie­den auf

Die Lebens­hil­fe ruft zu Frie­den auf und setzt gro­ße Hoff­nun­gen in die Wie­der­auf­nah­me diplo­ma­ti­scher Ver­hand­lun­gen. Ulla Schmidt, Bun­des­vor­sit­zen­de der Lebens­hil­fe und Bun­des­mi­nis­te­rin a.D., erklärt: All den muti­gen Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­nern gehö­ren unse­re Soli­da­ri­tät und Unter­stüt­zung. In die­ser unglaub­li­chen Not dür­fen die Schwächs­ten der Gesell­schaft nicht ver­ges­sen wer­den. Gro­ße Sor­gen machen wir uns um die Men­schen mit Behin­de­rung und ihre Fami­li­en. Wer küm­mert sich um ihre Sicher­heit, ihre Betreu­ung und Ver­sor­gung, wenn ein Land auf der Flucht ist? Als Lebens­hil­fe ste­hen wir bereit Hil­fe zu leis­ten, wenn Flücht­lin­ge mit Behin­de­rung aus der Ukrai­ne nach Deutsch­land kommen.“

Die momen­ta­ne Situa­ti­on und Lage in der Ukrai­ne macht uns alle sehr betrof­fen.“ sagt Wohn­haus Lei­te­rin Emmor­fi­li Kari­pi­dou. Im Wohn­haus Erben­heim gibt es Mitarbeiter*innen, die gera­de um ihre Fami­lie und Freun­de ban­gen. Auch die Lebens­hil­fe Wies­ba­den will hel­fen und nicht nur zuse­hen. Das Wohn­haus Erben­heim hat einen inter­nen Spen­den­auf­ruf orga­ni­siert und wird Sach­spen­den durch Mitarbeiter*innen direkt am ukrai­ni­schen Kon­su­lat abgegeben.

Men­schen mit Behin­de­rung dür­fen nicht ver­ges­sen werden!

Wenn Sie sich näher infor­mie­ren möch­ten kli­cken Sie bit­te hier

 

 

     

    Sai­son-Abschluss am Café­mo­bil Lieblingsplatz

    Nach einer erfolg­rei­chen vier­ten Som­mer­sai­son am Schier­stei­ner Hafen, wird die Café Ape ins Win­ter­quar­tier geschickt.

    Die Abschluß­fahrt wird am Don­ners­tag, 20.10.2022 von 15–17 Uhr gebü­rend gefei­ert mit Unter­hal­tung, den bekann­ten Kaf­fee­spe­zi­ai­tä­ten, Kuli­na­ri­schem und einem Bewegungsangebot.

    Wil­helm-Loos-Anla­ge, 65201 Wiesbaden

    (gegen­über Bern­hard-Schwarz-Stra­ße 18)

    Schier­stei­ner Hafen

     

     

     

    eigen­Art- die Kunstwerkstatt

    Die Kunst­werk­statt eigen­Art ist ein inklu­si­ves Ange­bot und möch­te Kin­dern und Jugend­li­chen die Mög­lich­keit geben, ihre Indi­vi­dua­li­tät künst­le­risch auszudrücken.

    Im Kin­der­ate­lier in der Karl­stra­ße fin­det meis­tens am letz­ten Sams­tag eines jeden Monats, beglei­tet von den Kunst­wer­ke­rin­nen Julia Ister­ling und Annet­te Cau­manns-Loos, die inklu­si­ve Kunst­werk­statt eigen­Art statt. Den Kin­dern und Jugend­li­chen  wer­den  neben den Mate­ri­al­erfah­run­gen (Ton, Gips, Holz, Stein etc.), der Raum  und Wert­schät­zung, als Vor­aus­set­zung für das Fin­den der eige­nen künst­le­ri­schen Spur, geboten.

    eigen­Art – die Kunst­werk­statt 

     

     

     

    Wies­ba­de­ner Kurier: Hohe Impf­quo­te unter den Beschäftigten

    LOKA­LES 

    Diens­tag, 22. Febru­ar 2022

    Hohe Impf­quo­te unter Beschäftigten 

    Impf­pflicht: Ein­rich­tun­gen für Behin­der­te war­ten auf Infor­ma­tio­nen vom Gesundheitsamt

    Von Lena Witte 

    WIES­BA­DEN . Vom 16. März an soll sie gel­ten, die Impf­pflicht für Mit­ar­bei­ter in Gesund­heits- und Pfle­ge­be­ru­fen. Wie gehen die Ein­rich­tun­gen für Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen damit um und wie hoch ist die Anzahl der voll­stän­dig geimpf­ten Beschäf­tig­ten dort?

    Wir haben bereits eine extrem hohe Impf­quo­te“, sagt Hans Grze­gor­zew­ski, Geschäfts­füh­rer der Lebens­hil­fe Wies­ba­den. Da nur drei von rund 160 Mit­ar­bei­tern nicht geimpft sei­en, die in vier Wohn­häu­sern tätig sind und sich dort um etwa 125 Bewoh­ner küm­mern, sieht er die Sache ent­spannt. Mit den Betrof­fe­nen sei­en Gesprä­che geführt wor­den und sie sei­en auch ange­schrie­ben wor­den, um auf die Impf­licht auf­merk­sam zu machen. Legen die Mit­ar­bei­ter, um die es sich han­delt, ein ent­spre­chen­des Attest vor oder fehlt der Nach­weis über eine voll­stän­di­ge Imp­fung, wer­de Mit­te März das Gesund­heits­amt infor­miert, hält Grze­gor­zew­ski fest.

    Unse­re Mit­ar­bei­ter, die nicht geimpft sind, gehö­ren nicht zu den Quer­den­kern, son­dern haben nach­voll­zieh­ba­re Grün­de, war­um sie sich nicht imp­fen las­sen“, sagt er. Eine der unge­impf­ten Per­so­nen sei eine Haus­wirt­schafts­kraft, die ande­ren bei­den am Bewoh­ner tätig.

    Grze­gor­zew­ski hofft, dass das Gesund­heits­amt kein Beschäf­ti­gungs­ver­bot für die­se Mit­ar­bei­ter aus­spricht. Denn auch bei ihm herrscht Per­so­nal­man­gel: Ich kann auf kei­nen Mit­ar­bei­ter ver­zich­ten.“ Es han­de­le sich zudem um Mit­ar­bei­ter, die schon lan­ge bei der Lebens­hil­fe beschäf­tigt sei­en. Für Grze­gor­zew­ski steht fest: Erst, wenn das Gesund­heits­amt reagiert, reagie­ren wir auch.“

    Wie die Abläu­fe und Bear­bei­tungs­zei­ten dort sind, kann auch Björn Bätz nicht durch­bli­cken, Geschäfts­füh­rer der Evim Gemein­nüt­zi­ge Behin­der­ten­hil­fe GmbH. Das bedeu­tet für ihn und die 137 Mit­ar­bei­ter, die in ins­ge­samt fünf Häu­sern von Evim für beein­träch­tig­te Men­schen tätig sind: Ver­un­si­che­rung und Unru­he. Die juris­ti­sche Klar­heit fehlt, wie es am 16. März wei­ter­geht“, schil­dert Bätz. Zwar lie­ge die Impf­quo­te unter den Ange­stell­ten bei über 90 Pro­zent, doch sei­en eben etwa zehn Mit­ar­bei­ter in Wies­ba­den nicht geimpft. Ein Teil davon war­te auf den Tot­impf­stoff, sodass Bätz hofft, eini­ge davon mit einer Impf­ak­ti­on Ende des Monats errei­chen zu kön­nen. Für einen voll­stän­di­gen Impf­schutz wird das bis zum gesetz­ten Ter­min der ein­rich­tungs­ge­bun­de­nen Impf­pflicht aller­dings nicht reichen.

    Die Imp­fung ist der gute Weg aus der Pan­de­mie“, hält Bätz fest. Aber er weiß auch, dass unter den Beschäf­tig­ten aktu­ell der Ein­druck ent­ste­he, das Per­so­nal in Gesund­heits- und Pfle­ge­be­ru­fen wer­de durch die Impf­pflicht schlech­ter gestellt als der Rest der Gesell­schaft – eine Per­so­nen­grup­pe, die wäh­rend der Pan­de­mie bis zur Belas­tungs­gren­ze gear­bei­tet habe. Alle Betrof­fe­nen arbei­ten über Jah­re bei uns und haben in der Kri­se viel aus­ge­hal­ten und bewerk­stel­ligt“, sagt Bätz. Tests und Mas­ken, sie wer­den auch über den 16. März hin­aus ein fes­ter Bestand­teil in den Häu­sern von Evim sein, wo 191 Bewoh­ner ver­sorgt wer­den. Wir haben dann immer noch ein Schutz- und Hygie­nekon­zept, das für uns funk­tio­niert.“ Geschäfts­füh­rer Bätz sieht das Gesund­heits­amt in einer Bring­schuld, um für Klar­heit zu sor­gen. Für ihn steht fest: Auch das unge­impf­te Per­so­nal wird bis zur Klä­rung des Ver­fah­rens ein­ge­setzt werden.“

     

     

     

     

    Aktua­li­sier­te Besuchs­re­geln in unse­ren Wohneinrichtungen

    Infor­ma­ti­on zu den neus­ten Anpas­sun­gen der Besuchs­re­geln im Überblick.

    Für Unge­impf­te und geimpf­te Besucher*innen gel­ten  in unse­ren Wohn­ein­rich­tun­gen fol­gen­de Regeln:

    Vor jedem ange­mel­de­ten Besuch muss ein Schnell­test durch­ge­führt wer­den. Aner­kannt wer­den Tests eines Test­zen­trums, die Bürger*innen kos­ten­los zur Ver­fü­gung ste­hen. Der Test darf  höchs­tens 24 Stun­den zurück­lie­gen. Akzep­tiert wird auch ein PCR Test, der nicht mehr als 48 Stun­den zurück­liegt. Soll­te kein Test aus dem Test­zen­trum vor­lie­gen, kann die Lebens­hil­fe einen Test zur Ver­fü­gung stel­len. Eine Mitarbeiter*in beglei­tet und doku­men­tiert die Testung.

    Voll­stän­dig geimpf­te oder gene­se­ne Per­so­nen tra­gen bit­te wäh­rend ihres Besuchs einen medi­zi­ni­schen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2 Mas­ke ohne Ausatemventil.

    Unge­impf­te Per­so­nen tra­gen bit­te eine FFP2 Mas­ke ohne Ausatemventil.

    Besucher*innen müs­sen grund­sätz­lich ihren Impf­sta­tus nachweisen.

    Der Besuch kann im Außen­be­reich, in den dafür vor­ge­se­he­nen Räu­men der jewei­li­gen Ein­rich­tung oder im Zim­mer der Bewohner*innen stattfinden.

    Damit die Besu­che koor­di­niert und geplant wer­den kön­nen, bit­ten wir Sie vor­ab um tele­fo­ni­sche Rück­spra­che mit der Einrichtungsleitung.

    Eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für die Besu­che ist die Bit­te sich an die vor­ge­schrie­be­nen Hygie­ne­re­geln, Abstands­re­ge­lun­gen und Kon­takt­be­schrän­kun­gen zu hal­ten, damit wir wei­ter­hin den größt­mög­li­chen Schutz vor Covid-19 für unse­re Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen gewähr­leis­ten können.

    Bewohner*innen, die am Wochen­en­de nach Hau­se fah­ren, wer­den vor­her und nach­her mit einem Schnell­test in der Ein­rich­tung getes­tet. Grund­sätz­lich wer­den alle Bewohner*innen 2–3 mal wöchent­lich getestet.

     

    Wohn­ein­rich­tun­gen im Überblick:

    Wohn­haus Schier­stein Tel.: 0611/188830

    Wohn­haus Erben­heim und Vil­la Lili­en­thal Tel.: 0611/7787910

    Wohn­ein­rich­tung Grä­sel­berg Tel.: 0611/445510120

     

    Seit 60 Jah­ren eine gro­ße Herzenssache

    Seit 1962 besteht eine enge Part­ner­schaft zwi­schen dem Rota­ry Club Wies­ba­den und der Lebens­hil­fe e.V. Wies­ba­den. Seit­her sind fast eine Mil­li­on Euro gespen­det wor­den. Doch der Club unter­stützt nicht nur finan­zi­ell, son­dern auch mit Manpower.

    Immer­hin stel­len drei Rota­ri­er im Vor­stand den Vorsitz.

    Geschäfts­füh­rer Hans Grze­gor­zew­ski weiss: Das ist eine gro­ße finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für Bau- und Sozio­kul­tur­pro­jek­te, die für den Trä­ger Lebens­hil­fe sonst nur schwer oder gar nicht finan­zier­bar wären.“

    Neben gro­ßen Bau­pro­jek­ten wird maß­geb­lich die Thea­ter­grup­pe FRANZ- das Thea­ter“ und das Schreib­Raum“ Pro­jekt unterstützt.

    Freund­schaf­ten, Lie­bes­be­zie­hun­gen und Trennungs-Dramen

    Die Sehn­sucht nach einer Bezie­hung ist groß“

    Mar­cus Ahr-Schmuck lei­tet das betreu­te Woh­nen für beein­träch­tig­te Men­schen der Lebens­hil­fe – er spricht über Freund­schaf­ten, Lie­bes­be­zie­hun­gen und Trennungs-Dramen.

     

    WIES­BA­DEN – Lie­be, Part­ner­schaft, Freund­schaft, Sexua­li­tät: The­men, die Mar­cus Ahr-Schmuck täg­lich haut­nah mit­er­lebt. Der 53-Jäh­ri­ge aus Ober-Olm lei­tet das betreu­te Woh­nen für beein­träch­tig­te Men­schen der Lebens­hil­fe in Wiesbaden.

    Herr Ahr-Schmuck, Sie betreu­en zahl­rei­che Men­schen mit Beein­träch­ti­gung – wie gehen Sie in den Wohn­grup­pen mit den The­men Lie­be und Sexua­li­tät um?

    Ganz offen. Wir reden über Bezie­hungs­the­men, haben auch eini­ge Pär­chen. Wir machen auch Rol­len­spie­le: Über was rede ich mit einem Mäd­chen? Men­schen mit Han­di­cap haben aber nach wie vor nicht aus­rei­chend Bezie­hungs­vor­bil­der – denn vor 20 Jah­ren bei­spiels­wei­se waren Lie­be und Sexua­li­tät bei beein­träch­tig­ten Frau­en und Män­nern eher noch kein The­ma, über das offen gespro­chen wur­de. Dabei haben kör­per­lich oder geis­tig beein­träch­tig­te Men­schen doch die­sel­ben Bedürf­nis­se nach Part­ner­schaft und Freund­schaft wie alle ande­ren. Da fehlt aber häu­fig die Puber­tät, die wir genutzt haben, um uns aus­zu­pro­bie­ren. Und plötz­lich sind sie in einer Bezie­hung. Sie haben aber vor allem sehr idea­li­sier­te Beziehungsbilder.

     

    Inwie­fern?

    Tat­säch­lich wird gera­de bei geis­tig beein­träch­tig­ten Men­schen das Bezie­hungs­bild von den holz­schnitt­ar­ti­gen Rol­len irgend­wel­cher TV-Seri­en geprägt. Tat­säch­lich äußern auch immer mal wie­der eini­ge, dass sie doch kei­nen beein­träch­tig­ten Freund oder Freun­din haben möch­ten. Oder die Män­ner haben so ein Ide­al­bild einer tol­len, hüb­schen Frau im Kopf. Aller­dings kom­men mei­ner Erfah­rung nach kaum Bezie­hun­gen zwi­schen beein­träch­tig­ten Men­schen und Men­schen ohne Han­di­cap vor. Wenn dann am ehes­ten zwi­schen einem kör­per­lich beein­träch­tig­ten Men­schen und einem ohne Han­di­cap. Die Sehn­sucht nach einer Bezie­hung ist sehr groß – wir müs­sen dar­auf ach­ten, dass sie gleich­be­rech­tigt ist.

     

    Wel­che Stei­ne lie­gen hier bei Freund­schaf­ten oder der Part­ner­su­che hier im Weg?

    Natür­lich sind das häu­fig äuße­re Umstän­de, die Rah­men­be­din­gun­gen. Allein, dass man sich viel­leicht nicht ein­fach ins Auto set­zen kann, um zum Part­ner zu fah­ren. Oder eben kör­per­li­che Han­di­caps. Aber ich erle­be auch häu­fig, dass es für Men­schen mit Han­di­cap – gera­de geis­tig Beein­träch­tig­te – sehr schwie­rig ist, Bezie­hun­gen zu pfle­gen, sich zu bemü­hen. Tat­säch­lich sind sie in ihrer Sozia­li­sa­ti­on sehr ego­is­tisch erzo­gen wor­den. Ent­we­der bei­spiels­wei­se, weil sie in einem Wohn­heim immer in einer Grup­pe um Auf­merk­sam­keit buh­len muss­ten, oder weil sie in der Fami­lie eben auch der Prinz waren. Natür­lich auch, um aus­zu­glei­chen, dass sie eben schon benach­tei­ligt sind.

     

    Sind Lie­be und Sexua­li­tät bei beein­träch­tig­ten Men­schen immer noch gesell­schaft­li­che Tabu-Themen?

    Ich den­ke aktu­ell nicht mehr. Aller­dings ist das The­ma Kin­der­krie­gen bei Men­schen mit Han­di­cap durch­aus sehr umstrit­ten. Die eine Sei­te sagt, natür­lich haben sie die­ses Recht, die ande­ren sehen schon die Schwie­rig­keit, wie die Kin­der auf­ge­zo­gen wer­den sol­len. Eini­ge unse­rer Bewoh­ner haben Kin­der – das ist kein leich­tes The­ma. Es braucht ein­fach viel Betreu­ung. Oft ist es auch so, dass geis­tig beein­träch­tig­te Men­schen sehr auf die eige­nen Bedürf­nis­se gucken, das ist natür­lich in Bezug auf ein Kind schwie­rig. Auf der ande­ren Sei­te soll­ten doch an die­se Eltern kei­ne höhe­ren Ansprü­che gestellt wer­den, als an alle ande­ren. Ich habe schon erlebt, dass dann von Behör­den oder Betreu­ern man­geln­de Ord­nung im Haus­halt kri­ti­siert wur­de. Nun ja, die­ses Pro­blem hat man sicher in vie­len ande­ren deut­schen Haus­hal­ten auch …

    Ste­hen auch manch­mal die Ange­hö­ri­gen mit ihren Sor­gen einer Bezie­hung im Weg?

    Natür­lich haben Eltern Ängs­te, bei­spiels­wei­se, dass ihr beein­träch­tig­tes Kind aus­ge­nutzt wird. Oder eben die Angst vor einer Schwan­ger­schaft. Und auch, was viel­leicht pas­siert, wenn es zur Tren­nung kommt. Es ist ganz wich­tig, dass die Tren­nung beglei­tet wird. Gera­de geis­tig beein­träch­tig­ten Men­schen fällt es oft schwer, Bezie­hun­gen zu ande­ren Men­schen zu been­den und damit abzu­schlie­ßen. Häu­fig müs­sen Eltern sie des­halb auch fast aus dem Nest schmeißen“.

    Das Inter­view führ­te Nele Leu­b­ner vom Wies­ba­de­ner Kurier

    Foto: René Vigneron

    Mar­cus Ahr-Schmuck Lei­ter vom Betreu­ten Wohnen

     

     

    Schreib­Raum- Schreib Work­shop für alle

    Zwölf Mona­te, zwölf The­men, ein Jahr Poesie

    Nach einer coro­nabe­ding­ten Schreib­pau­se, bie­tet die Lebens­hil­fe bereits zum vier­ten Mal den ein­jäh­ri­gen Schreib­work­shop Schreib­Raum“ an.

    Der Work­shop ist für die Teilnehmer*innen kos­ten­frei und wird durch die Stif­tung Lebens­hil­fe finanziert.

    Schreib- Ter­mi­ne:

    26.August 2022 16–18 Uhr

    30.September 2022 16–18 Uhr am Lieb­lings­platz“ am Schier­stei­ner Hafen

    14.Oktober 2022 16–18 Uhr

    25.November 2022 16–18 Uhr

    16.Dezember 2022 16–18 Uhr

    Albert-Schweit­zer- Allee 48a, 65203 Wies­ba­den-Biebrich, Bus­li­nie 14 Hal­te­stel­le Nan­sen­stra­ße“.

    Kon­takt und Anmeldung:

    Chris­tia­ne Jung­kenn, E‑Mail: presse@lebenshilfe-wiesbaden.de

    Schreib­Raum“ ist ein inklu­si­ver Schreib-Work­shop für Men­schen mit und ohne Beeinträchtigung.

    Ziel ist es die Freu­de am krea­ti­ven Schrei­ben mit­ein­an­der zu teilen.

    Es kom­men sehr unter­schied­li­che Bürger*innen Wies­ba­dens zusam­men und ent­wi­ckeln Schrei­b­ideen, die sich gegen­sei­tig beeinflussen.

    Ange­lei­tet durch die Schau­spie­le­rin Clau­dia Stump und unter­stützt durch Chris­tia­ne Jung­kenn von der Lebens­hil­fe, tref­fen sie sich ein Mal pro Monat.

    Das Beson­de­re ist, dass man weder schrei­ben noch lesen kön­nen muss, um teil­zu­neh­men, denn bei Bedarf ersetz­ten die Schreibassistent*innen den Stift.

    Jede*r ist herz­lich willkommen!

    Um Par­ti­zi­pa­ti­on von Men­schen mit Behin­de­rung zu rea­li­sie­ren, bedarf es Ange­bo­te in der inklu­si­ven Bil­dungs­kul­tur, denn Bil­dung ist ein Grund­recht aller Menschen.

    Der Schreib­work­shop för­dert den Dis­kurs über eine gleich­be­rech­tig­te Teil­ha­be aller am gesell­schaft­li­chen Leben.

    Das schreibt der WK

    Wir sind für Sie erreichbar! 

    Lebens­hil­fe Wies­ba­den e.V.
    Chris­tia­ne Jung­kenn
    Pres­se-und Öffent­lich­keits­ar­beit
    Albert-Schweit­zer Allee 48a
    65203 Wies­ba­den

    E‑Mail: presse@lebenshilfe-wiesbaden.de

    Tel.: 0611 – 6907539

    FRANZ- das Theater

    Lie­bes FRANZ Publikum,

    wir bedan­ken uns für Ihren tosen­den Applaus, Ihr lie­be­vol­les Lächeln und für Ihren enor­men Anteil an sechs gelun­ge­nen Vor­stel­lun­gen. Blei­ben Sie uns treu!

    Das schreibt der WK zur Premiere

     

    20 Jah­re FRANZ-das Thea­ter
    Seit 2002 wer­den unter pro­fes­sio­nel­ler Anlei­tung, nebst Gäs­ten aus Schau­spiel und Musik, regel­mä­ßig Thea­ter­pro­duk­tio­nen erar­bei­tet, die im ganz nor­ma­len Thea­ter das Licht der Öffent­lich­keit erbli­cken und damit den beein­träch­tig­ten Schauspieler*innen eine beson­ders pro­mi­nen­te Mög­lich­keit geben im gesell­schaft­li­chen Leben wahr­ge­nom­men und inte­griert zu wer­den.
    Bei Thea­ter FRANZ steht jeder ein­zel­ne Akteur, jede ein­zel­ne Akteu­rin im Mit­tel­punkt sei­ner und ihrer Fähig­kei­ten und sind der Roh­stoff einer jeden Insze­nie­rung, die den Zuschauer*in auf eine beson­de­re Seh­wei­se des Thea­ters mit auf die Rei­se nimmt.

     

    Wies­ba­den enga­giert- hel­fen­de Hän­de im Wohn­haus Schierstein

    Wies­ba­den enga­giert 2022

    Unser dies­jäh­ri­ges Mot­to könn­te rück­bli­ckend lau­ten Aus 1 mach 2“

    Wir hat­ten als Pro­jekt die Reno­vie­rung und Siche­rung unse­res grü­nen Gar­ten­schup­pens und des Glas­hau­ses ein­ge­reicht und das Wies­ba­de­ner Wirt­schafts­fo­rum um fach­li­che Tipps und Hin­wei­se gebeten.

    Als Pro­jekt­part­ner wur­den wir von Hen­kell Frei­xe­net ausgewählt.

    Bei einem ers­ten Vor-Ort- Ter­min mit allen Betei­lig­ten zur Abstim­mung füg­te es sich im Gespräch ganz wun­der­bar, dass das Wirt­schafts­fo­rum den Bau­auf­trag über­nahm und Hen­kell- Frei­xe­net sei­ne Kapa­zi­tä­ten für die Säu­be­rung und Nach­be­pflan­zung unse­res Gar­tens sowie das Auf­fri­schen aller Gar­ten­mö­bel bereitstellte.

    Ich konn­te also das Wies­ba­de­ner Wirt­schafts­fo­rum als zwei­ten Pro­jekt­part­ner für die­sen Tag anmelden.

    Gesagt, getan.

    Mit Yvonne Piet­zio­n­ka ent­warf uns eine Land­schafts­gärt­ne­rin ehren­amt­lich einen neu­en Plan für unse­ren Gar­ten samt Pflanz- und Materialliste.

    Engel gibt´s die? JA! Baum­pfle­ge Gehrmann!

    Ema­nu­el Gehr­mann besorg­te nicht nur sämt­li­che Pflan­zen inner­halb einer Woche, nach­dem der eigent­lich ange­spro­che­ne Unter­stüt­zer kurz vor dem Pro­jekt­tag absag­te.  Er stell­te neben sämt­li­chen Mate­ria­li­en und Fahr­zeug auch noch zwei sei­ner Mit­ar­bei­ter mit Know-how für den gan­zen Tag ehren­amt­lich zur Verfügung!

    Baum­pfle­ge Gehr­mann enga­giert in der Ukrai­ne­hil­fe und hier in Wies­ba­den für unser Wohnhaus!

    Der Tag selbst war ein Traum!

    Alle waren mit unbän­di­ger Tat­kraft und einer gro­ßen Por­ti­on Fröh­lich­keit am Werk.

    An allen Ecken und Enden wur­de gewer­kelt. Gegen Mit­tag war noch Gele­gen­heit mit der Bewoh­ner­schaft der haus­in­ter­nen Tages­be­treu­ung Insek­ten­ho­tels anzu­ma­len, Pflan­zen bei Blu­men Her­ber für Bal­kon­käs­ten zu kau­fen und die­se auch noch gemein­sam zu bepflanzen.

    Dank eines lecke­ren Früh­stücks­buf­fets bereit­ge­stellt von der Haus­wirt­schaft des Wohn­hau­ses und einer mit­täg­li­chen Piz­za­lie­fe­rung war für das leib­li­che Wohl bes­tens gesorgt.

    Unend­lich glück­lich, hoch zufrie­den und sehr dank­bar bli­cke ich auf die­sen Tag zurück.

    Wies­ba­den enga­giert – ein Tag, der zeigt: Gemein­sam ver­bun­den schafft man viel mehr als man denkt!

    DAN­KE­SCHÖN!!!

    Kat­rin Hent­schel, Lei­te­rin Wohn­haus Schierstein

    Info-Spe­cial: Leich­te Sprache“

    Nach­rich­ten in Leich­te Sprache“

    Immer wie­der sams­tags gibt es Nach­rich­ten in leich­ter Spra­che. Nach­rich­ten sind oft schwer zu ver­ste­hen, sei es im Radio, im Fern­se­hen oder im Inter­net. Doch jeder hat das Recht auf Infor­ma­tio­nen aus aller Welt. Des­halb hat der Radio­sen­der Deutsch­land­funk in Zusam­men­ar­beit mit Stu­den­ten der Uni Köln unter fol­gen­dem Link

    ein Por­tal geschaf­fen Neu­es welt­weit und aus Deutsch­land in leich­ter Spra­che zu bekom­men. Die Tex­te sind zum Lesen und Anhören.

    Wör­ter­buch in Leich­ter Sprache

    Jeder kann kos­ten­los das neue Online Wör­ter­buch in Leich­ter Spra­che im Inter­net nut­zen. Hier gibt es meh­re­re Hun­dert Wort Erklä­run­gen, die aus der Lebens­welt von Men­schen mit Behin­de­rung stam­men. Eine Prüfer­grup­pe der Bun­des­ver­ei­ni­gung Lebens­hil­fe hat dar­an über 2 Jah­re gear­bei­tet und Fremd-Wör­ter aus­ge­wählt und an Tex­ten mitgeschrieben.

    Hier geht es zum Wör­ter­buch

    Bun­des­tag stellt Infor­ma­tio­nen in leich­ter Sprache

    Der deut­sche Bun­des­tag erteilt auf sei­ner Inter­net­sei­te Infor­ma­tio­nen in leich­ter Spra­che. Erklärt wer­den die Auf­ga­ben des Par­la­ments und sei­ner Abge­ord­ne­ten, die Lage und Namen der Gebäu­de, Besuchs­mög­lich­kei­ten und Wege der Kon­takt­auf­nah­me. Die Tex­te sind mit far­bi­gen Illus­tra­tio­nen versehen.

    Das Inter­net­an­ge­bot in Leich­ter Spra­che fin­det man unter:

     

    Hier blei­ben Sie auf dem Laufenden-Bundesteilhabegesetz

    #Teil­ha­be­Statt­Aus­gren­zung – Kam­pa­gne ist immer!
    Zur Infor­ma­ti­ons-Platt­form der Lebens­hil­fe zum Bun­des­teil­ha­be­ge­setz kli­cken Sie bit­te hier

    Coro­na Warn-App in Leich­ter Sprache

    Die neue Warn-App zur Ein­däm­mung der Aus­brei­tung von COVID-19 ist da. Was die Coro­na-Warn-App macht und woher man sie bekommt, steht auf der Sei­te der Bundesregierung.

    Zur Erklä­rung gibt es auch ein Video in Leich­ter Spra­che.
    Und Sie fin­den die Links zum Her­un­ter­la­den für die App.

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/leichte-sprache/corona-warn-app